1. Die (unbequeme) Wahrheit über Webdesign in 2026

Eine seriöse Webdesign Agentur kann Ihrem Unternehmen erheblichen Mehrwert bringen – eine schlechte dagegen viel Geld kosten. Da es weder offizielle Zertifizierungen noch Zulassungsstellen gibt, kann sich jeder als Webdesigner bezeichnen – weshalb der Markt von unzähligen unseriösen Anbietern überschwemmt ist.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, was Sie unbedingt wissen sollten, bevor Sie sich für eine Agentur entscheiden.

Warum Sie den Zweck Ihrer Website kennen müssen

In den letzten zehn Jahren hat sich die Rolle von Websites grundlegend gewandelt. Eine Website ist heute weit mehr als eine „digitale Visitenkarte“ – sie dient als zentrales Online-Marketing- und Vertriebsinstrument.

Bevor Sie eine Webdesign Agentur beauftragen, müssen sie genau verstehen, wie eine Website Ihr Unternehmen helfen kann. Nur so können Sie sicherstellen, dass die Webdesign Agentur eine Website entwickelt, die wirklich einen echten Return on Investment (ROI) erzielt.

Wir schreiben nicht mehr das Jahr 2007. Die Frage lautet nicht mehr: „Haben Sie eine Website?“ Die Frage lautet: „Welche Art von Website haben Sie und wie wirkt sie sich auf Ihr Geschäft aus?“

Moderne Websites können – und sollten – erheblich zum Wachstum Ihres Unternehmens beitragen.

Eine professionell gestaltete und programmierte Website hat die Kraft, Ihre idealen Kunden und Bewerber anzuziehen, zu informieren, zu überzeugen – und sie schließlich zu zahlenden Kunden zu machen. Das Beste daran: Sie arbeitet für Sie rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, auch an Feiertagen.

Das Risiko der falschen Entscheidung

Die andere Möglichkeit: Sie verlieren wertvolle Zeit (Monate oder sogar Jahre), investieren mehrere Tausend Euro – und riskieren dabei, entscheidend an Marktposition einzubüßen.

Warum? Weil Sie die falsche Webdesign Agentur oder den falschen Freelancer mit der Gestaltung Ihrer Website beauftragen.

Viele Unternehmen haben diese Lektion auf die harte Tour gelernt, indem sie Zehntausende von Euro in Ihre Website investiert haben, die so gut wie keine Anfragen oder Verkäufe generiert.

Typische Fehler von Webdesign Agenturen

Die falsche Webdesign Agentur erstellt Ihnen möglicherweise eine Website, die auf den ersten Blick schön aussieht – in der Praxis jedoch kaum auffindbar ist und keine Besucher in Kunden verwandelt. Häufig werden dabei entscheidende Faktoren wie eine durchdachte Marketing-Strategie, überzeugendes und verständliches Copywriting, oder eine klare Conversion-Strategie vernachlässigt.

Oder vielleicht funktioniert die Website anfangs noch, verursacht aber mit zunehmendem Wachstum und Ausbau Ihres Unternehmens erhebliche Probleme. Wenn Websites nicht auf Skalierbarkeit und Wartungsfreundlichkeit ausgelegt sind, werden sie zu einer Belastung statt zu einem Gewinn.

Oder schlimmer noch, Sie beauftragen eine Webdesign Agentur, die nicht termingerecht liefert, Ihr Projekt über Monate hinauszögert oder ganz verschwindet. Dies ist leider ein häufiges Szenario in unserer Branche.

Keine Zertifizierungen, keine Sicherheit

Die Schlussfolgerung ist einfach: Die Wahl der richtigen Webdesign Agentur ist entscheidend, und es liegt an Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Es gibt keine Aufsichtsbehörde, keine Branchenlizenz und keine echten Zertifizierungen, die garantieren, dass Sie die richtige Webdesign Agentur wählen. Wie können Sie also einen seriösen Anbieter von einem schlechten unterscheiden?

Dieser Ratgeber hilft Ihnen weiter

Hier kommt dieser Ratgeber ins Spiel. Er ist schnell zu lesen und zeigt Ihnen, wie Sie teure Fehler vermeiden und die Ergebnisse erzielen, die Sie sich von einer modernen Website wünschen.

Lesen Sie ihn, speichern Sie ihn als Lesezeichen und nutzen Sie ihn, um eine fundierte Entscheidung zu treffen – egal, ob Sie sich für uns oder einen anderen Anbieter entscheiden. Unser Ziel ist es, dass Sie die beste Wahl für Ihr Unternehmen treffen.

2. Warum klare Ziele der Schlüssel bei der Wahl der Webdesign Agentur sind

Websites können aus einer einzigen Seite oder aus Tausenden von Seiten bestehen. Hier finden Sie einen kurzen Überblick darüber, wie der Projektumfang festgelegt wird, damit Sie sicherstellen können, dass das Angebot der Webdesign Agentur Ihren Anforderungen entspricht.

  • Welche Art von Website benötigen Sie?
  • Wie viele Seiten soll sie umfassen?
  • Wie soll sie aussehen?

Die Webdesign Agentur, mit der Sie zusammenarbeiten, sollte diese Fragen gemeinsam mit Ihnen klären. Dennoch ist es wichtig, dass auch Sie eine klare Vorstellung davon entwickeln, nach welchen Kriterien diese Punkte festgelegt werden.

Was sind typische Ziele einer Website?

Typische Ziele, die Unternehmen mit ihrer Website verfolgen, sind zum Beispiel:

  • Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen
  • Generierung von Leads
  • Steigerung der Besucherzahlen und Markenbekanntheit
  • Aufbau von Autorität und Vertrauen
  • Unterstützung des Vertriebsteams
  • Gewinnung von Partnern
  • Aufbau einer E-Mail-Liste
  • Generierung von Werbeeinnahmen

Einige Unternehmensinhaber messen diesen Zielen jedoch keine Bedeutung bei. Sie sagen beispielsweise einfach: „Unsere Website ist veraltet.”
Doch eine Website nur „zu aktualisieren“ hat keinen wirklichen Wert, wenn kein klares Ziel dahintersteht. Deshalb ist es entscheidend, konkrete Ziele zu formulieren – und genau zu wissen, warum Sie Zeit und Geld in diesen Prozess investieren.

OnePager vs. Mehrseiter

Eine Website kann entweder aus einer einzelnen Seite oder aus mehreren Seiten bestehen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von den Zielen Ihres Unternehmens und Ihrer Vermarktungsstrategie ab.

  • Mehrseitige Websites sind die richtige Wahl, wenn Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine wichtige Rolle spielt. Mit nur einer oder wenigen Seiten lassen sich kaum nennenswerte SEO-Ergebnisse erzielen.
  • Einseitige Websites eignen sich hingegen gut für sehr spezifische Produkte oder Dienstleistungen, die vor allem über Google-Ads-Kampagnen oder Social-Media-Werbung beworben werden.

Eine einseitige Website ist zwar günstiger, doch die Entscheidung für „Onepager“ oder „Mehrseiter“ sollte nicht primär auf Kosten basieren, sondern auf der Strategie.

Die einzige Ausnahme: Wenn das Budget sehr begrenzt ist, kann es sinnvoll sein, zunächst mit einer einzigen Seite zu starten und die Website später Schritt für Schritt zu erweitern.

Fünf Seiten oder 50 Seiten?

Eine häufige Aussage, die Webdesign Agenturen von Kunden hören, lautet:

„Wir brauchen nur eine kleine Website, vielleicht fünf oder sechs Seiten.“

Das Problem dabei:

  1. Kunden unterschätzen fast immer die Anzahl der Seiten, die nötig sind, um ihre Ziele zu erreichen.
  2. Die Seitenanzahl sollte von Fachleuten bestimmt werden – nicht vom Bauchgefühl des Kunden.

Hinter dieser Aussage steckt meist der Wunsch nach Kosteneinsparungen – was verständlich ist. Doch das Einsparen von Seiten führt schnell zu hohen „Opportunitätskosten“: Die Website bleibt weit hinter ihrem Potenzial zurück und erzielt weniger Anfragen, Verkäufe oder Sichtbarkeit.

Ein Vergleich: Sie würden Ihrem Anwalt auch nicht vorschreiben: „Der Vertrag darf nur fünf Abschnitte haben.“ Sie bezahlen ihn, damit er so viele Abschnitte schreibt, wie nötig sind, um Sie rechtlich abzusichern.

Ihre Ziele bestimmen die Größe der Website

Wenn Sie sagen: „Wir brauchen eine Seite für Dachreparatur“, denken Sie vielleicht an eine Seite. Ein SEO-Experte weiß jedoch, dass Sie je nach Angebot mehrere Unterseiten benötigen, z. B.:

  • Reparatur von Schindeldächern
  • Reparatur von Metalldächern
  • Reparatur von Ziegeldächern
  • Reparatur von Flachdächern
  • Reparatur von Schieferdächern

Zusätzlich benötigen Sie Seiten für die Regionen, in denen Sie gefunden werden möchten.

Das Gleiche gilt für Google Ads: Anzeigen performen am besten, wenn sie auf spezifische Landingpages verweisen. Daher ist das mehrseitige Format nicht nur für SEO, sondern auch für Google Ads und Social Media entscheidend.

Der Punkt ist: Die Anzahl der Seiten richtet sich nach Ihren Zielen – und sollte gemeinsam mit Experten so geplant werden, dass Ihre Website diese Ziele tatsächlich erreicht.

Wie sollte die Website aussehen?

Die eigentliche Frage lautet nicht, wie eine Website aussehen sollte, sondern wer das entscheidet.

Ein professioneller Webdesigner mit Erfahrung in Benutzerführung und Conversion-Optimierung ist dafür verantwortlich, das Design so zu gestalten, dass Ihre Ziele erreicht werden. Wenn Sie selbst kein Designer sind, sollten Sie sich nicht in die gestalterischen Details einmischen.

Hier entsteht oft ein Konflikt: Viele Kunden glauben, sie müssten den Designprozess stark beeinflussen, weil sie für die Website bezahlen. Doch sobald Sie einer Webdesign Agentur Ziele vorgeben und dann gleichzeitig bestimmen wollen, wie sie ihre Arbeit zu erledigen hat, tragen Sie selbst die Verantwortung für das Ergebnis – nicht mehr die Webdesign Agentur.

Das Design ist wie ein Orchester: Wenn Sie den Dirigenten ersetzen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn die Musik nicht klingt.

Heißt das, Sie sollten gar nichts sagen? Natürlich nicht!

  • Sie sollten Feedback geben, wenn das Design nicht zur Marke passt.
  • Sie können auf Dinge hinweisen, die Ihnen nicht gefallen.

Was Sie vermeiden sollten, sind detaillierte Anweisungen („machen Sie die Buttons grün, verschieben Sie das Bild nach links“). Denn sobald Sie die Verantwortung für die Details übernehmen, verlassen Sie Ihr Fachgebiet. Das Ergebnis ist dann oft eine Website, die Ihnen gefällt, aber weder professionell wirkt noch Besucher überzeugt.

Sie bestimmen den Umfang!

Da Sie der Auftraggeber sind, haben Sie die Kontrolle über den Umfang der Arbeiten. Hier ein paar wichtige Grundsätze:

  1. Vertrauen Sie den Experten, was fachlich zu tun ist.
  2. Lassen Sie sich alles erklären, dessen Nutzen Sie nicht verstehen.
  3. Geben Sie Feedback und verlangen Sie Anpassungen – aber versuchen Sie nicht, selbst der Experte zu werden.
  4. Reduzieren Sie den Umfang, wenn er Ihr Budget übersteigt.

Gerade Punkt 4 ist entscheidend: Am Ende kontrollieren Sie den Umfang, weil Sie das Budget kontrollieren. Eine gute Webdesign Agentur wird in der Lage sein, den Projektumfang an Ihr Budget anzupassen – allerdings immer mit dem Hinweis, dass dies Auswirkungen auf Ziele, Ergebnisse und die Vermarktungsstrategie haben kann.

Wenn Sie mit diesen Konsequenzen einverstanden sind, kann eine Webdesign Agentur den Umfang reduzieren und trotzdem liefern. Gute Websites sind iterativ und skalierbar – Sie können also klein starten und die Seite nach und nach erweitern, sobald es Ihr Budget zulässt.

Darum sollten Sie eine Webdesign Agentur niemals nur aufgrund des Preises auswählen oder ablehnen. Wenn es sich um eine seriöse Agentur handelt, die Sie überzeugt, Sie sich aber nicht das gesamte Paket leisten können: Bitten Sie um eine reduzierte Version des Projekts. So profitieren Sie trotzdem von Expertise – und können Ihre Website Schritt für Schritt ausbauen.

3. Das erste Telefonat mit der Webdesign Agentur

Einen Großteil des Qualitätschecks der Webdesign Agentur oder Freelancers können Sie bereits beim ersten Gespräch erledigen. Hier erfahren Sie, wie dieses Telefonat ablaufen sollte – und worauf Sie achten müssen.

Die meisten Webdesign Agenturen nennen diesen Erstkontakt „Discovery Call“, „Sales Call“ oder „Strategy Call“. Folgende Themen sollten dabei unbedingt besprochen werden:

  1. Die Hauptziele Ihres Unternehmens
  2. Wie eine neue Website helfen kann, diese Ziele zu erreichen
  3. Der Ablauf der Website-Erstellung
  4. Erste Preisvorstellungen
  5. Möglicher Zeitplan
  6. Nächste Schritte (z. B. Angebot und Leistungsbeschreibung)

Eine gute Webdesign Agentur konzentriert sich in diesem Gespräch vor allem auf Sie und Ihr Unternehmen. Liegt der Fokus hingegen überwiegend auf der Webdesign Agentur selbst – ihrer Geschichte, ihren Erfolgen und Eigenwerbung – ist Vorsicht geboten.

Darüber hinaus gilt: Wenn Sie während des Gesprächs eines der folgenden Dinge bemerken, sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten.

  • Keine oder nur wenige Fragen zu Ihrem Unternehmen und Ihren Zielen
  • Standardlösungen ohne individuelle Anpassung
  • Übermäßige Aufdringlichkeit
  • Unstrukturierter Gesprächsverlauf
  • Fokus auf Ihrem persönlichen Designgeschmack statt auf Geschäftszielen
  • Weigerung, Preise transparent zu nennen
  • Auffällig niedrige Preisangebote (Wengiger als 3.000 € für einen OnePager)

Seriöse Webdesign Agenturen wollen langfristig erfolgreiche Kunden gewinnen – nicht nur schnelle Aufträge. Sie stellen daher viele Fragen, hören genau zu und geben ehrliches Feedback. Im Idealfall haben Sie sogar das Gefühl, dass Sie interviewt werden. Das ist kein schlechtes Zeichen, sondern ein gutes: Denn gute Webdesign Agenturen prüfen ihre Kunden genauso sorgfältig, wie Sie die Agentur prüfen sollten.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Gesprächspartnerin oder der Gesprächspartner echtes Interesse an Ihrem Unternehmen zeigt, gezielt nach wichtigen Details fragt, Ihnen von Anfang an strategische Ratschläge gibt und offen über Prozesse und Preise spricht – dann sind Sie auf einem guten Weg!

Damit auch Sie gut vorbereitet ins Gespräch gehen, sollten Sie Folgendes beachten

  1. Definieren Sie Ihre wichtigsten Ziele. Was soll die Website konkret leisten? „Gut aussehen“ ist kein Ziel. Überlegen Sie: Wie viele Leads oder Verkäufe pro Woche streben Sie an? Welche Rankings wollen Sie erreichen? Welche internen oder externen Probleme soll die Website lösen?
  2. Analysieren Sie Ihre aktuelle Website. Welche Ergebnisse liefert sie? Wie viel Traffic, wie viele Leads? Sie brauchen keine exakten Zahlen, aber ein Blick in Ihre Analysedaten hilft, ein realistisches Bild zu bekommen. Wenn Sie keinen Zugriff auf diese Daten haben, ist das bereits ein Zeichen, dass Sie Unterstützung bei der Website-Verwaltung benötigen.
  3. Legen Sie Ihr Budget fest. Eine gute Webdesign Agentur ist kein Schnäppchen – aber sie kann Ihren Gewinn massiv steigern. Seien Sie nicht überrascht, wenn Investitionen im Bereich von 5.000 bis 12.000 Euro genannt werden, je nach Umfang und Zielsetzung Ihres Projekts.

Nach dem Gespräch sollten Sie reflektieren: War es authentisch oder eher aufdringlich? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt oder vielleicht sogar übertroffen? Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl, ob dieser Anbieter die richtige Wahl ist – oder ob Sie besser weitere Optionen prüfen.

4. Das Webdesign Angebot

Ein Angebot sollte keine Verkaufsbroschüre sein und nichts enthalten, über das Sie nicht schon einmal gesprochen haben. Stattdessen muss es die bisherigen Telefonate und Meetings mit der Webdesign Agentur klar und sachlich zusammenfassen.

Der Angebotsprozess läuft in der Praxis meist auf zwei Arten ab:

  1. Alle Punkte, über die Sie in den Meetings gesprochen haben, wurden detailliert und verständlich dokumentiert.
  2. Sie erhalten eine Hochglanz-Broschüre mit Preisoptionen.

Welche Variante bringt Sie weiter? Ganz klar: Option 1.

Die Angebotsphase ist keine Verlängerung des Verkaufsprozesses, sondern die Grundlage für eine klare Zusammenarbeit.

Ein gutes Webdesign Angebot enthält:

  1. Infos zur Webdesign Agentur und zu den Personen, die am Projekt arbeiten.
  2. Eine Übersicht über Ihr Projekt, Ihr Unternehmen und Ihre Ziele.
  3. Details zum Prozess und zum Ablauf.
  4. Eine präzise Leistungsbeschreibung der besprochenen Punkte.
  5. Eine transparente Preis- und Zahlungsaufstellung, die mit den Gesprächen übereinstimmt.
  6. Einen klaren Zeitplan.
  7. Erwartungen der Webdesign Agentur an Sie als Kunde.

Wichtig: Sie sollten schon vor dem Angebot wissen, ob Sie mit der Webdesign Agentur zusammenarbeiten möchten. Das Angebot ist Bestätigung, nicht Überzeugungsversuch.

Wenn Sie jedoch den Eindruck haben, dass das Angebot nur mit Hype und Versprechungen verkaufen will, bevor die Details geklärt sind, ist das ein Warnsignal. Dasselbe gilt, wenn neue oder widersprüchliche Punkte auftauchen.

Typische Warnsignale im Angebotsprozess:

  • Kein formelles Angebot, sondern nur lockere E-Mails
  • Fehlende Infos zu Prozess und Arbeitsablauf
  • Keine klare Leistungsbeschreibung
  • Unklare Preisgestaltung oder Zahlungsstruktur
  • Fehlender oder unpräziser Zeitplan

5. Was kostet eine Website wirklich?

Die Preise für Webdesign variieren stark. Hier erfahren Sie, wie sie zustande kommen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche Zahlungsmodalitäten sinnvoll sind.

Die meisten guten Webdesign Agenturen rechnen nicht nach Stunden ab. Stattdessen kombinieren sie kostenbasierte und wertbasierte Preisgestaltung – das bedeutet, dass der Preis immer auch subjektiv ist.

Das ist nichts Negatives: Eine erfahrene Webdesign Agentur darf mehr verlangen, weil ihre Kompetenz und Prozesse Ihr Projekt vor Risiken schützen – und die Wahrscheinlichkeit eines echten Gewinns deutlich erhöhen.

Die entscheidende Frage lautet nicht:

„Wie viel kostet es?“

, sondern:

„Wie viel Risiko möchte ich eingehen?“

Möchten Sie lieber 2.000 Euro verbrennen und später von vorne anfangen – oder von Anfang an 5.000 Euro investieren und eine Website bekommen, die den Gewinn Ihres Unternehmens steigert?

Billig ist im Webdesign fast immer die teuerste Option. Und es muss nicht einmal komplett scheitern: Häufig lautet das Fazit bei Billigprojekten – „Tolle Arbeit, aber warum bringt die Website keine Ergebnisse?“

Mit anderen Worten: Die Webdesign Agentur liefert eine Website, die toll aussieht und technisch funktioniert – nur Ergebnisse bleiben aus. Die Konversionsrate ist niedrig (weil es weder fundierte Recherche noch überzeugende Texte, Angebote oder Nutzerführung gibt), es kommt kaum Traffic (kein Marketingplan) – und die Website steht einfach nur da.

Darum gilt: Es spielt keine Rolle, wie ansprechend eine Website wirkt – wenn sie nicht die richtigen Botschaften an die richtigen Menschen vermittelt und Besucher nicht in Kunden verwandelt, hat sie ihren Zweck verfehlt.

Ironischerweise ist es fast besser, wenn eine Webdesign Agentur das Projekt gar nicht fertigstellt. Dann verlieren Sie zwar ein paar Tausend Euro, können aber neu starten. Weitaus schlimmer ist eine Agentur, die eine fertige, aber nutzlose Website liefert und Sie dann monatelang mit „Nachbesserungen“ hinzuhalten versucht. In diesem Fall verlieren Sie nicht nur mehr Geld, sondern auch wertvolle Zeit und Marktchancen.

All das führt zu einer zentralen Erkenntnis: Der Preis darf niemals das ausschlaggebende Kriterium bei der Wahl einer Webdesign Agentur sein.

Entscheiden Sie sich für eine Webdesign Agentur aufgrund ihrer Fachkompetenz, Erfolgsbilanz, Arbeitsweise und Unternehmenskultur – nicht wegen des vermeintlich günstigsten Angebots.

Wichtige Hinweise zu Preisen und Zahlungsmodellen

  • Rechnen Sie nicht mit weniger als 3.000 €. Selbst für eine einfache OnePager reicht dieser Betrag nicht aus, um den gesamten Prozess professionell abzubilden. Realistisch starten Projekte bei rund 5.000 € – und die meisten Projekte liegen deutlich darüber.
  • Vermeiden Sie Zahlungsmodelle mit Meilensteinen (z. B. X % im Voraus, X % zur Halbzeit, X % bei Fertigstellung). Diese Konstruktion schafft für beide Seiten Anreize, das Projekt zu verzögern. Besser sind feste Modelle wie Vorauszahlung oder regelmäßige monatliche Raten (3, 4 oder 6 Zahlungen).
  • Hüten Sie sich vor „WaaS“-Agenturen (Website as a Service). Diese locken oft mit sehr niedrigen Monatsraten und langfristigen Verträgen. In der Praxis basieren solche Angebote fast immer auf Standardvorlagen – das Ergebnis ist eine generische Website, die Ihre Ziele nicht erreicht.

6. Der Projektablauf

Wenn eine Webdesign Agentur die folgenden Punkte nicht als essenziellen Bestandteil ihres Prozesses nennt, sollten Sie Ihre Entscheidung unbedingt überdenken.

Der Prozess einer Webdesign Agentur verrät Ihnen alles, was Sie über ihre Fähigkeit wissen müssen, verlässlich Ergebnisse zu liefern.

Eine seriöse Webdesign Agentur erklärt Ihnen den Ablauf bereits im ersten Gespräch ausführlich – und dokumentiert die Details anschließend im Angebot. Wenn Sie nach diesen beiden Phasen immer noch nicht wissen, wie der Prozess aussieht, ist das ein deutliches Warnsignal.

Ein professioneller Ablauf umfasst in der Regel folgende Schritte:

  1. Planung (Analyse, Ziele, Recherche, Strategie)
  2. Wireframing (Struktur und Nutzerführung)
  3. Design (visuelles Konzept, User Experience)
  4. Texterstellung (starke Inhalte, die überzeugen)
  5. Entwicklung (technische Umsetzung)
  6. Launch (Veröffentlichung, Qualitätskontrolle)
  7. Management & Marketing (Wartung, Weiterentwicklung, Traffic-Aufbau)

Im nächsten Schritt schauen wir uns an, warum jeder einzelne dieser Punkte so wichtig ist – und welche Risiken entstehen, wenn einer davon fehlt.

1. Planung

Eine Webdesign Agentur kann nur dann effektiv arbeiten, wenn sie detaillierte Informationen über Ihr Unternehmen, Ihre Zielgruppe und Ihre Branche hat.

  • Ohne Recherche und Planung ist kein gutes Google-Ranking möglich.
  • Ohne Einblick in die Gedanken und Gefühle Ihrer Kunden lassen sich keine überzeugenden Texte verfassen.
  • Ohne ein klares Verständnis Ihrer Leistungen oder Produkte kann die Webdesign Agentur diese den Kunden nicht verständlich vermitteln.
  • Ohne Verständnis für die Erwartungen Ihres idealen Kunden entstehen keine funktionierenden Layouts, keine überzeugenden Nutzererlebnisse und keine konversionsoptimierte Nutzerführung.

In der Planungsphase werden diese Informationen gesammelt und ausgewertet. Fehlt dieser Schritt, arbeitet die Webdesign Agentur im Grunde blind.

2. Wireframing

Bevor etwas schön gestaltet werden kann, muss klar sein, wie jede Seite aufgebaut ist und wie der Nutzer durch die Inhalte geführt wird. Dafür erstellt eine gute Webdesign Agentur Wireframes.

Stellen Sie sich den Bau eines Hauses vor: Kein Bauunternehmer würde anfangen, ohne dass ein Architekt die Pläne gezeichnet hat.

Viele Webdesign Agenturen & Freelancer überspringen diesen Schritt und arbeiten nach dem Prinzip „Design-as-we-build“. Das führt zu Chaos, ständigen Nacharbeiten und einer unübersichtlichen Entwicklungsumgebung. Wer hier Abstriche macht, spart nicht nur am falschen Ende, sondern gefährdet auch die Skalierbarkeit und Wartbarkeit der Website.

Fazit: Keine Wireframes = blindes Arbeiten. In diesem Fall: Finger weg.

3. Design

Ein weiteres Warnsignal: Wenn eine Webdesign Agentur direkt in der Entwicklungsumgebung „herumdesignt“.

Professionelle Designer arbeiten mit Tools wie Figma, in denen sie flexibel experimentieren, variieren und verfeinern können – bevor die eigentliche Entwicklung beginnt.

Ein einfacher Vergleich:

  • Option A: Designen, bis es passt – und erst dann umsetzen.
  • Option B: Designen und gleichzeitig programmieren – und bei jeder Änderung neu designen und neu programmieren.

Selbst als Laie erkennen Sie: Option B ist die schlechteste Wahl.

Wenn eine Webdesign Agentur keine sauberen Wireframes und Design-Entwürfe vorlegt, sondern direkt am eigentlichen Website-Code arbeitet und das Design dort „zusammenbaut“, sollten Sie sich nach einem anderen Anbieter umsehen.

4. Texterstellung

Was ist der wichtigste Teil einer Website?

Viele würden sofort „Design“ sagen. Doch die Wahrheit ist: Texte gehören zu den wichtigsten Bestandteilen einer Website – die Worte auf der Seite entscheiden darüber, ob Besucher bleiben, verstehen und handeln.

Selbst die schönste Website scheitert, wenn die Botschaften nicht klar und überzeugend sind. Umgekehrt kann eine einfache Seite enorme Umsätze erzielen, wenn die Inhalte genau ins Schwarze treffen.

Ein großes Warnsignal: Wenn eine Webdesign Agentur von Ihnen erwartet, die Texte selbst zu liefern. Eine seriöse Webdesign Agentur macht deutlich, wie essenziell professionelles Copywriting ist – und sorgt dafür, dass ein erfahrener Texter die Inhalte erstellt.

Webdesign Agenturen, die diesen Punkt ignorieren, liefern Ihnen vielleicht eine optisch schöne Website – aber eine, die kaum Anfragen oder Verkäufe bringt.

Wichtig: Texte sind ein zentrales Element für den Erfolg Ihrer Website. Wählen Sie keine Webdesign Agentur, die diesen Bereich vernachlässigt.

5. Entwicklung

Erst wenn das Design in einem geeigneten Tool (wie z.B. Figma) erstellt und von Ihnen freigegeben ist, beginnt die Entwicklung. Achten Sie hier besonders auf folgende Punkte:

  1. Eigentum & Kontrolle: Ihre Website wird auf einer offenen Plattform (z. B. WordPress) entwickelt. Finger weg von Systemen wie Webflow, Framer, Wix, Squarespace oder Shopify, bei denen Sie Ihre Daten nicht wirklich besitzen.
  2. Saubere Basis: Nutzung eines skalierbaren Systems (z. B. eigenes Theme oder professioneller Builder).
  3. Best Practices: Entwicklung mit Blick auf Skalierbarkeit und Wartbarkeit (CSS-Klassen, Komponenten, dynamische Daten, sauberes Design-Framework).
  4. Barrierefreiheit: Zugänglich für alle Nutzer.
  5. Performance: Optimiert für Geschwindigkeit und Responsivität.
  6. Transparenz: Entwicklung auf einem Live-Server mit Zugang für Sie, um den Fortschritt jederzeit zu prüfen.

Der wichtigste Punkt: Sie müssen Eigentümer aller Daten und Ihrer Domain sein. Gerade Plattformen wie Webflow oder Framer binden Sie in ein geschlossenes System ein, das Sie nicht kontrollieren können. Wenn Sie dort jemals wechseln möchten, verlieren Sie oft Ihr gesamtes Projekt und fangen wieder bei null an.

6. Launch

Wenn die Webdesign Agentur einen guten Prozess hat, erreichen Sie den Launch planmäßig und ohne große Hürden.

Hier können Sie die Website ein letztes Mal prüfen und kleinere Anpassungen wünschen – ähnlich wie bei der finalen Begehung eines Hauses, bevor Sie einziehen. Große Änderungen (z. B. „eine Wand einreißen“) sind in dieser Phase nicht mehr vorgesehen.

Sie geben eine Liste mit Anmerkungen ab, die Webdesign Agentur setzt diese um – und dann geht die Website live.

Aber: Der Launch ist nicht das Ende.

Wenn eine Webdesign Agentur Ihnen nach dem Start einfach die Website übergibt und sagt „Viel Glück!“, ist das ein schlechtes Zeichen.

Der letzte Schritt eines professionellen Prozesses ist Management & Marketing.

7. Management & Marketing

Was passiert, nachdem die Website online gegangen ist? Hier kommt der entscheidende Teil: die Wartung und Vermarktung der Website.

Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, sollten Sie sicherstellen, dass die Webdesign Agentur diese Themen mit Ihnen besprochen hat:

  • Welche Wartungspläne werden angeboten?
  • Welche Marketingstrategien kann die Webdesign Agentur umsetzen?

Diese Fragen sind entscheidend, weil:

  1. Websites hochgradig technisch sind und ohne kontinuierliche Pflege schnell veralten oder Probleme entwickeln.
  2. Eine Website, die nicht aktiv vermarktet wird, verkommt – und mit ihr das Geld, das Sie investiert haben, sowie die Chancen, die sie eigentlich eröffnen sollte.

Gute Webdesign Agenturen verstehen: Eine Website ist ein lebendiges, dynamisches System. Sie braucht kontinuierliche Betreuung, Optimierung und Marketing, um dauerhaft Ergebnisse zu liefern.

Marketing

Gute Webdesign Agenturen verfügen über Fachkenntnisse im Online-Marketing – ob SEO, Google Ads oder Social Media.

Wichtig: Wenn Ihnen Kampagnen angeboten werden, sollten Sie mindestens einen 6-Monats-Vertrag einplanen. Traffic und Leads entstehen nicht über Nacht, sondern durch konsequente Arbeit.

Typische Methoden, um Traffic, Leads und Verkäufe zu generieren:

  • SEO (Suchmaschinenoptimierung): Die wichtigsten Keywords sollten bereits bei der Website-Erstellung berücksichtigt werden. Deshalb ist eine gründliche Recherche im Vorfeld so entscheidend: Versäumt die Webdesign Agentur diesen Schritt, kann es passieren, dass die gesamte Website nicht auf Ihre branchenspezifischen Suchbegriffe optimiert ist. Darüber hinaus lohnt sich eine langfristige SEO-Strategie. Diese kann entweder von der Agentur selbst umgesetzt werden – oder Sie lassen sich beraten, um die Maßnahmen intern Schritt für Schritt selbst umzusetzen. So sparen Sie Kosten ein und profitieren dennoch vom Know-how der Agentur.
  • Google Ads (Pay Per Click): Der schnellste Weg zu messbarem ROI (Return on Investment) aus Suchanfragen. Kampagnen sollten auf spezifische Landingpages mit klaren Angeboten führen. Das Potential für messbar mehr Anfragen und Verkäufe ist hier enorm. Jedoch besteht bei fehlendem Know-how das Risiko, sehr schnell viel Geld zu verlieren. Deshalb ist es entscheidend, mit einer erfahrenen Google-Ads-Agentur zusammenzuarbeiten.
  • Social Media: Lohnt sich nur, wenn Sie mit echten Social-Media-Experten zusammenarbeiten, die hochwertige Kampagnen entwickeln. Alles andere bleibt meist generisch und wirkungslos. Eine sinnvolle Alternative sind Pläne und Schulungen, mit denen Sie Social Media intern professionell umsetzen können.

Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel zwischen Social-Media-Kampagne und der verlinkten Landingpage. Im Idealfall übernimmt die Agentur beides – so ist sichergestellt, dass Kampagne und Website perfekt aufeinander abgestimmt sind und maximale Ergebnisse liefern.

  • E-Mail-Marketing: Sehr effizient mit hohem ROI – wenn eine E-Mail-Liste vorhanden ist oder ausreichend Traffic zum Listenaufbau. Fehlt Ihnen eine Liste, sollte ein guter Marketingplan diese gezielt aufbauen.
  • YouTube: Kann sehr effektiv sein, fällt aber unter Social Media – mit denselben Herausforderungen und sollte in Zusammenarbeit mit der Agentur erfolgen.
  • Sponsoring & Influencer-Marketing: Besonders wirkungsvoll in Nischenmärkten – aber nur mit Agenturen, die nachweislich echte Beziehungen zu relevanten Influencern aufbauen können.
  • Offline & lokal: Klassische Maßnahmen wie Events, Sponsoring oder Print können digital flankiert werden und gezielt Traffic auf Ihre Website lenken.

Zwei Dinge müssen Sie immer im Hinterkopf behalten:

  1. Ihre Website muss von Experten verwaltet werden.
  2. Ihre Website muss aktiv vermarktet werden, wenn sie ROI bringen soll.

Die Agentur, die Ihre Website erstellt, kann auch die Betreuung und das Marketing übernehmen – das ist oft die einfachste Lösung. Es ist aber nicht zwingend dieselbe Agentur. Wichtig ist nur, dass am Ende beide Punkte professionell abgedeckt sind.

Fazit

Eine gute Webdesign Agentur entwickelt nicht nur eine optisch ansprechende Website, sondern sorgt dafür, dass diese nachhaltig Ergebnisse liefert – neue Kunden & Bewerber, mehr Umsatz und langfristiges Wachstum.

Damit das gelingt, sollten Sie:

  • Ihre Ziele vorher klar definieren – nur so kann eine Website wirklich auf Erfolg ausgerichtet werden.

  • den Prozess der Webdesign Agentur verstehen – Planung, Wireframing, Design, Texterstellung, Entwicklung, Launch und laufendes Marketing gehören zwingend dazu.

  • auf Warnsignale achten – Billigangebote, fehlende Transparenz, generische Lösungen oder fehlende Strategie sind klare Red Flags.

  • langfristig denken – Eine Website muss aktiv vermarktet werden. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Webdesign Agentur nicht nur Websites baut, sondern auch fundierte Erfahrung im Online-Marketing mitbringt.

Ihr Unternehmen, Ihre Mitarbeiter und Ihre Kunden sind zu wichtig, um es unerfahrenen Anbietern zu überlassen.

Respektieren Sie Ihr Unternehmen, indem Sie die richtigen Experten beauftragen, das notwendige Budget investieren und Profis ihre Arbeit machen lassen. So erzielen Sie langfristige und nachhaltige Erfolge.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Beitrag dabei hilft, eine fundierte Entscheidung bei der Auswahl Ihrer Webdesign Agentur zu treffen.

Sollten Fragen oder Unklarheiten auftauchen, können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden. Auch wenn wir nicht zu Ihren aktuellen Optionen zählen, unterstützen wir Sie gerne mit ehrlicher Beratung.